Rentenversicherungs-Rechner
Berechnen Sie Ihre Zusatzrente

Glossar Rentenversicherungs-Rechner

Abschlusskosten sind einmalige Kosten, die anfallen, wenn Sie einen Vertrag abschließen. Dazu gehören unter anderem die Provision des Vermittlers oder Kosten für die Antrags- und Risikoprüfung. Verwaltungskosten sind laufende Kosten. Damit wird der Aufwand für den Betrieb der Versicherung abgedeckt, etwa für Personal oder EDV.

Die Bonusrente ist eine Form der Gewinnauszahlung. Sie wird nur bei bestimmten Produkten angeboten. Bei der Bonusrente wird ein Teil des erwarteten Gewinns vorweggenommen. Versicherte bekommen zu Beginn eine höhere Rente ausgezahlt, dafür fallen die laufenden Erhöhungen geringer aus. Bonusrenten können auch gekürzt werden, wenn zu wenig Gewinn erwirtschaftet wird.

Der Deckungsstock ist ein "Sondervermögen", das die Ansprüche der VersicherungsnehmerInnen zu jeder Zeit sichern muss. Es muss daher entsprechend hoch sein. Der Deckungsstock scheint in der Bilanz der Versicherungsunternehmen auf der Aktivseite auf. Er muss getrennt vom anderen Vermögen verwaltet werden. Das wird auch laufend von der Finanzmarktsicht (FMA) kontrolliert. Wie der Deckungsstock veranlagt wird, unterliegt strengen Vorschriften. Meist fließt das Geld in festverzinsliche Anleihen, Pfandbriefe, Hypotheken, Grundstücke oder Schuldverschreibungen. Der Aktienanteil ist zumeist sehr gering. Im Insolvenzfall haben Gläubiger der Versicherung keinen Zugriff auf den Deckungsstock. Ein Garantiezinssatz (Rechnungszins) und eine relativ konservative Veranlagung sorgen dafür, dass am Ende der Laufzeit ein garantiertes Kapital oder eine garantierte Rente ausgezahlt werden können.

Der effektive Garantiezinssatz ist die Kennzahl, die Ihnen sagt, wie viel Ihnen nach Abzug der Kosten tatsächlich übrig bleibt. Sie haben ein Recht auf diese Information!

Die effektive Gesamtverzinsung ist eine unverbindliche Information über den voraussichtlichen Gesamtertrag nach Abzug der Kosten.

Wenn das Kapital, das Sie im Lauf der Jahre als Prämie eingezahlt haben, zur Gänze als Rente ausgezahlt ist, meldet das die Versicherung dem Finanzamt. Es kann also sein, dass Sie danach Einkommensteuer zahlen müssen.

Die garantierte Versicherungssumme entspricht der Summe der Sparprämien zuzüglich des garantierten Zinssatzes. Die Sparprämie ist die Versicherungsprämie abzüglich Risikoprämie, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Versicherungssteuer. Sie wird über die gesamte Laufzeit mit einem Garantiezinssatz verzinst.

Der Garantiezinssatz ist für die gesamte Laufzeit Ihrer Polizze garantiert. Die maximale Höhe des Garantiezinssatzes wird von der Finanzmarktaufsicht festgelegt.

Unter Gesamtverzinsung versteht man den Garantiezinssatz plus eine Gewinnbeteilung. Wie hoch der Gewinn ausfallen wird, ist bei Vertragsabschluss noch unbekannt. Herangezogen wird immer die Sparprämie (abzüglich Verwaltungskosten), nicht die gesamte eingezahlte Prämie. Garantiezinssatz und Gesamtverzinsung sind nicht nur in der Ansparphase von Bedeutung, sondern auch in der Rentenphase. Die garantierte Rente wird bei der laufenden Auszahlung um die Gewinnbeteiligung erhöht. Gibt es keinen Gewinn, bekommt man nur die garantierte Rente.

Erwirtschaftet das Versicherungsunternehmen in der Sparte Lebensversicherung über den Garantiezinssatz hinaus noch Erträge, so müssen Ihnen (Ihrem Vertrag) diese Erträge im Ausmaß von mindestens 85 % als Gewinnbeteiligung zugewiesen werden. Die Höhe des Gewinns hängt unter anderem von den Kapitalmärkten und dem künftigen Risiko- und Kostenverlauf ab. Es gibt keine Garantie dafür.

Die wichtigsten Kostenpositionen sind Abschluss-, Inkasso- und Verwaltungskosten, die das Versicherungsunternehmen in den Tarif bzw die Prämie einrechnet. Zusätzlich zu diesen Kostenpositionen können Unterjährigkeitszuschläge anfallen, die für die monatliche, viertel- oder halbjährliche Prämienzahlung verrechnet werden. Sie können bis zu 6 % betragen und sind als Zuschlag zu verstehen, dafür dass der Versicherungsnehmer die fällige Jahresprämie unterjährig bezahlt. Alle Kostensätze variieren je nach Versicherung.

Pensionsbridging bedeutet, dass Sie sich die Privatpension füher oder später als vereinbart auszahlen lassen können. Diese Vereinbarung findet sich in vielen Verträgen. Eine vorzeitige Pensionszahlung ist meist bis zu fünf Jahre vor dem vertraglichen Auszahlungsbeginn möglich. Wie hoch die Pension ausfällt, hängt von der Deckungsrückstellung ab und vom angesammelten Gewinnguthaben. Sie wird um den sogenannten Schlussgewinnanteil erhöht. Möchten Sie die Rentenzahlungen erst zu einem späteren Zeitpunkt abrufen, etwa weil Sie später in Pension gehen, können Sie eine Aufschuboption vereinbaren.

Unter "Prämie" sind die jährlichen Kosten für den Versicherungsschutz zu verstehen. Sie können die Prämie auf einmal zahlen oder sie auf mehrere Zahlungen aufteilen (halbjährlich, vierteljährlich, monatlich). Wenn Sie die Zahlung stückeln, fallen zusätzliche Spesen an, der so genannte Unterjährigkeitszuschlag. Die Versicherungsprämie setzt sich aus Sparprämie, Risikoprämie, Abschluss- und Verwaltungskosten und Versicherungssteuer zusammen.

  • Versicherungssteuer: Sie beträgt bei Lebensversicherungsverträgen mit Laufzeiten über 10 Jahren 4 % (Laufzeit weniger als 10 Jahre: 11 %).
  • Risikoprämie für den Ablebensschutz: Das ist die versicherungsmathematisch kalkulierte Prämie, die bezahlt wird, um das Ablebensrisiko der versicherten Person abzudecken.
  • Kosten: Die wichtigsten Kostenpositionen sind Abschluss-, Inkasso- und Verwaltungskosten, die das Versicherungsunternehmen in den Tarif bzw die Prämie einrechnet. Diese Kostensätze variieren je nach Versicherung. Zusätzlich zu diesen Kostenpositionen können Unterjährigkeitszuschläge anfallen, die für die monatliche, viertel- oder halbjährliche Prämienzahlung verrechnet werden. Sie können bis zu 6 % betragen und sind als Zuschlag zu verstehen, dass der Versicherungsnehmer die fällige Jahresprämie unterjährig bezahlt.
  • Sparprämie (veranlagte Beträge): Das ist jener Teil der Prämie, der zinswirksam veranlagt wird. Sie errechnet sich aus: (Bezahlte) Prämie abzüglich Versicherungssteuer, Risikoprämie, Kostenbelastung.

Private Rentenversicherungen sind eine Unterkategorie von kapitalbildenden Lebensversicherungsverträgen: Sie zahlen über eine vereinbarte Prämienzahlungsdauer die vereinbarte Prämie ein und bekommen dann eine monatliche Rentenzahlung vom Versicherer. Der Rentenversicherungstarif beinhaltet keinen Ablebensversicherungsschutz (Risikoprämie). Wenn Versicherte während der Ansparphase sterben, zahlt die Versicherung das einbezahlte Geld an die Hinterbliebenen aus, und zwar abzüglich Kosten und zuzüglich möglicher Gewinnanteile.

Eine Risikoprämie verrechnet Ihnen eine Versicherung dann, wenn ein bestimmtes "Risiko" abgedeckt werden soll, z.B Tod oder Berufsunfähigkeit.

Der Rückkaufswert ist der Auflösungswert der Versicherung im Kündigungsfall. Je früher der Vertrag gekündigt wird, desto niedriger der Rückkaufswert im Vergleich zur Summe der eingezahlten Prämien. Achtung: Eine Kündigung während der Rentenphase ist ausgeschlossen.

Die Sparprämie wird von der Versicherung im Deckungsstock veranlagt. Sie wird mit dem Garantiezinssatz verzinst. Achtung: Bei der Sparprämie (=Sparanteil) handelt es sich nicht um die laufende Einzahlung - der Sparanteil ist jener Rest, der nach Abzug von Steuer und Kosten übrig bleibt.

Todesfall vor Rentenbeginn

Wenn Sie vor Rentenbeginn sterben, werden im Normalfall die eingezahlten Prämien ausbezahlt - abzüglich Versicherungssteuer, Zuschlag für die unterjährige Zahlweise, Nebengebühren und Prämien für Zusatzversicherungen, aber aufgewertet um bis dahin angesammelte Gewinnguthaben.

Todesfall während der Rentenphase

Die Rentenzahlung endet mit dem Tod der versicherten Person, es erfolgen keine weiteren Leistungen. Wenn Sie für Ihre Hinterbliebenen vorsorgen möchten, müssen Sie das gesondert vereinbaren. In einem solchen Fall wird aber die Prämie höher oder die Rentenzahlung geringer.

Die Versicherungsprämie ist eine Jahresprämie, die zu Beginn des Jahres fällig wird. Wurde zB eine monatliche Zahlung vereinbart, kann die Versicherung einen Zuschlag - den Unterjährigkeitszuschlag verlangen. Auf lange Sicht ist der Unterjährigkeitszuschlag oft ein Ertragsfresser - verhandeln lohnt sich.

Die Versicherungssteuer beträgt derzeit 4 % bei Versicherungen mit laufender Prämienzahlung und wird mit der Versicherungsprämie eingehoben.

Achten Sie auf die häufig beworbene Dynamisierung der Leistungen, die vor allem mit „Kaufkrafterhalt“ oder Wertanpassung („Ohne neuerliche Gesundheitsprüfung“) beschrieben wird: Eine automatische Anpassung der Leistung bzw. Versicherungssumme an einen Index (z.B. einen fix vorgegebenen Festindex) bringt mit sich, dass die Versicherungssumme von Jahr zu Jahr angehoben wird, zum Beispiel um 4%. Das ist an sich gut, doch der Anstieg kann auch die Prämie verteuern und in ungünstigen Fällen steigt die Prämie im Verhältnis stärker als die spätere Leistung. Das wird u.a. begründet mit den steigenden Risikokosten im zunehmendem Alter und dass die Anpassung der Versicherungsprämie wie ein Neuabschluss mit zusätzlichen Provisionen einzustufen ist. Bei bereits bestehenden Verträgen heißt es daher: Unbedingt prüfen, wie sich die Erhöhung der Versicherungssumme („Dynamikklausel“) auf die Prämienhöhe auswirkt. Falls die Prämie zu teuer bzw. nicht mehr leistbar wird, kann auf die Dynamikklausel verzichtet werden – mit dem Aussetzen der Anpassung bleiben die Versicherungs- und die Prämiensumme stabil.

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Stand: Jänner 2017